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MODE + DUFT

Ellen von Unwerth/H&M: MODE+DUFT Für die Generation der heute 40-Jährigen war der erste Anzug noch Verkleidung und man folgte dem konservativen Modediktat einiger Berufsbilder eher widerwillig. Heute dominiert jedoch der Spaß am persönlichen Styling, und die Bedarfskäufer von einst sind zu Modekonsumenten geworden. Anzug und Kostüm sind en vogue und können bewusst und zwanglos getragen werden. Der neue Stil des Businesslooks zeigt sich modern, lässig, mit mehr Farbe und spielerischem Auftreten. Wichtig dabei: Individualität steht im Fokus. Der Look soll die Persönlichkeit unterstreichen, gerade weil die strikte Trennung von Businessbekleidung und Freizeitmode aufgehoben ist. Die Vielfalt der heutigen Businessmode erleichtert die Lust am Styling und sorgt dafür, dass Konformität der Vergangenheit angehört.

Bei den Damen liegt der Fokus auf Taille und Hüfte. Ein wichtiges Outdoor-Modell ist neben dem Trenchcoat die kurze Jacke mit Taschen. Eine Vielzahl der Frühjahrskollektionen ist 70er-Jahre-inspiriert und feminin in der Silhouette. Zum figurbetonenden Blazer mit schmaler Schulterpartie trägt man knielange Röcke mit Falten oder Plissierungen, weit geschnittene Hosen oder enge Caprihosen. Röcke im Folklorelook mit Volants, Kräuselfalten oder Drapierungen und Cargohosen mit Taschendetails sind wichtige Einzelmodelle. Bei Strick kommen Wickelpullover, feine Jerseytops mit Kräuseln und Drapierungen groß heraus. Beim Business-Look ist die Silhouette ebenfalls schmal aber nicht zu eng geschnitten. Die dominierenden Materialien sind Wolle, Baumwolle, Leinen. Im Trend ist auch der Materialmix. Die Hosen sind schmal, lang und leicht ausgestellt. Knielange Röcke sind in der Saison ebenso wichtig. Folkloreblusen und Tuniken sind die heißesten Tops der Saison, aber auch die klassische, feminine Bluse, oft mit neuen Schnitten und Details oder schlicht weiß und gestreift, spielt nach wie vor eine wichtige Rolle. Dazu gehören ein weiter geschnittener Trenchcoat mit Gürtel sowie eine große Handtasche und ein langer dünner Schal aus bedrucktem Chiffon.
Die aktuellen Farben für das Frühjahr 2005 entsprechen der sommerlichen Farbpalette aus Sand, Erde, Meer, Himmel und Sonne, sattgrünem Laub und Gras und leuchtender Blumenpracht. Marineblau, Schwarz, Weiß und Offwhite bleiben als Basisfarben erhalten. Die Silhouette ist entweder locker, lässig und voluminös oder schmal und figurbetonend, jedoch nie eng anliegend. Als Accessoires dazu gibt es: Gürtel aus Leder, mit dekorativen Schnallen aus Perlmutt, Bambus und Metall mit Türkisen, Korallen und Perlen. Die Taschen sind gehäkelt, aus Stroh oder bedrucktem Stoff und haben oft einen Griff aus Bambus oder geflochtenem Leder. Ethnoschmuck aus Silbermetall mit Türkisen, Korallen, Perlen und „Edelsteinen“ macht den Look perfekt.

Morten Bjarnhof/H&M: MODE+DUFT Die Herrenmode ist geprägt durch Lässigkeit in Schnittführung und Styling. Die Highlights der Saison sind der Leinenblazer und die kurze Jacke mit Details, das Polohemd und die Denimjeans. Die Hosen, ob klassische Modelle oder Cargohosen in Neuauflage, sind entweder gerade oder unten leicht ausgestellt. Es kommen Feinstrick-Pullover mit V-Ausschnitt in vielen Farben, aktuell bleibt der Kapuzenpulli. Bei der klassischen Herrenkollektion steht der schmal geschnittene Einreiheranzug im Fokus, und das gesamte Styling sollte einen sehr frischen Eindruck vermitteln. Bei den Farben dominieren Schwarz, Grau, Blau und Beige. Die Nadelstreifen sind sehr schmal und leicht. Die passenden Hemden mit doppelten Manschetten sind überwiegend weiß und farbig gestreift oder kariert, beispielsweise in einem frischen Blauton, in Pink oder Lila. Die Krawatten sind in Blockfarben gestreift, Manschettenknöpfe sind ein wichtiges Detail der aktuellen Saison. Ein kurzer Trenchcoat in Schwarz, Blau oder Beige rundet das klassische Businessoutfit ab.

Ein Eau de Toilette gehört heute zum guten Stil und rundet das perfekte Business-Outfit ab. Ideal für den Job sind Parfüms, die dezent duften, die so genannten frischen, leichten Düfte. Intensive Parfüms oder blumig-orientalische Düfte sind im Büro fehl am Platz, für den Abend aber wunderbare Begleiter.

Damendüfte: Davidoff – Echo Woman Das sinnlich-frische Parfum für alle Frauen, die im Job zwar einen leichten aber dennoch sehr femininen Duft tragen möchten. Echo Woman duftet wunderbar nach Himbeer- und Traubenaromen, Veilchen und Ambra – ein Parfum das garantiert noch nicht jeder kennt. Lacoste – Touch of Pink Der neue holzig-frische Lifestyle-Duft für trendbewusste Frauen. Touch of pink duftet nach Blutorange, Koriander, Jasmin und Sandelholz. Dolce & Gabbana – Light Blue Ein fruchtig-frischer und dennoch sehr femininer Duft des Designerduos. Light Blue duftet nach Zitrone und Apfel, weißer Rose und Zedernholz. Der Klassiker unter den Düften für den Agenturjob oder die Anwaltskanzlei. ANNAYAKE – Natsumi Natsumi ist der fruchtig-frische Duft für die klassisch-elegante Frau. Wassermelone, Orangenblüte, Pflaume, Jasmin und Sandelholz verleihen diesem Parfum eine extravagante Note und sind ideal für alle Frauen, die trotz Büro-Alltag nach einem besonderen Duft suchen. Hugo Boss – Boss Woman Selbstbewusst und stilvoll – Das spritzig-fruchtige Parfum für die moderne Frau, die zielsicher und selbstbewusst ihre Karriere ansteuert. Boss Woman duftet nach Passionsblume und holzigen Noten.

Herrendüfte: Davidoff – Cool Water Deep Der „Elegante“ unter den frischen Düften für den modernen Mann in Büro, Kanzlei oder Agentur. Holzig-aromatische Nuancen, gepaart mit Kiwi und Salbei, geben diesem Duft den männlich-frischen Touch. Lacoste – Style in Play Der dynamischfrische Duft der Kultmarke. Für junge Männer, die stetig die Herausforderung im Job suchen – Energie pur mit einem sportlichen Touch. Frische Früchte kombiniert mit Zeder und Vetiver verleihen diesem Duft seine dynamische Nuance. Chanel – Allure Homme Sport Elegant und sportlich: Der holzig-frische Duft für den Mann, der im Business beides ausstrahlen möchte. Die frischen Nuancen des Duftes verbinden sich mit Orange, Tonkabohne, Zeder und schwarzem Pfeffer. Kenzo – Kenzoair Ein leichter, holziger Duft der sowohl dem klassisch-eleganten als auch dem modernen Mann gefällt und zu jedem Job die ideale Wahl ist. Kenzoair duftet nach holzigen Aromen, Bergamotte und Vetiver.

Coachingzone

Jeder Marketingexperte weiß: Verpackung und Image sind genauso wichtig wie das Produkt selbst. Und so wird auch unsere Kleidung von anderen als äußerer Ausdruck unserer inneren Haltung interpretiert. Schärfen Sie deshalb Ihr Bewusstsein für Ihre Wirkung. Wie ist Ihre „Verpackung“? Gefällt Ihnen, was Sie tragen? Fühlen Sie sich darin wohl? Eine entscheidende Frage ist: Was möchten Sie mit Ihrem Kleidungsstil ausdrücken? Wollen Sie Ihre Persönlichkeit zeigen oder ein Ideal, das sie gerne verkörpern würden? Oder die Person, die man nach Meinung anderer sein sollte? Dieser Selbstfindungsprozess ist die Grundvoraussetzung für einen authentischen Auftritt.

Im Job sollte die Sprache der Kleidung neben der Individualität auch das Berufsumfeld und die Karrierestufe widerspiegeln. Verzichten Sie dabei auf „Theater spielen“ und strahlen Sie in Ihrer Kleidung Authentizität und Selbstbewusstsein aus. Gut gewählte Kleidung macht nicht auf sich selbst aufmerksam, sondern auf die Person, die sie trägt. Lassen Sie sich von der Mode anregen, aber wählen Sie nur aus, was zu Ihrem Stil passt.

So auch beim Parfum – Die Redewendung: „jemanden nicht riechen können“, kommt nicht von ungefähr: Da „stinkt“ uns jemand, wir mögen ihn nicht. Zu anderen Menschen fühlen wir uns wiederum aufgrund ihres Duftes hingezogen. Unser Geruch ist eng mit unserer Identität verbunden und verändert sich je nach Stimmung. Mit Parfüm können wir uns eine „Duftmaske“ anlegen und unsere Wirkung auf andere beeinflussen. Aber grundsätzlich gilt: „Weniger ist mehr.“ Alles, was außerhalb eines halben Meters im Umkreis noch deutlich wahrnehmbar ist, ist zu viel. Wählen Sie Düfte nach Ihren Vorlieben aus. Tragen Sie kein Parfüm, das nicht zu Ihnen passt. Sprühen Sie bei der Auswahl den Duft auf die Haut. Warten Sie zehn Minuten, bevor sie ihn beurteilen. Denn jede Duftnote riecht auf jeder Haut anders und entwickelt erst nach einiger Zeit ihre charakteristische Note. REGINA FÖRST

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